Datenschutz und Industrie 4.0 bei Bosch: Dinner Speech am MIPLM in Strasbourg

Bei Industrie 4.0 wächst die virtuelle, digitale Welt über Datenströme mit der realen Welt zusammen zu sogenannten „Cyber-Physikalischen-Systemen“. Die Vernetzung erfolgt durch Informations- und Kommunikationssystem, die auch in die Produkte selbst eingebettet werden. Die Vernetzung von Menschen und Dingen wächst rasant. Waren 1995 ca. 40 Mio. Menschen vernetzt sind es heute 5.5 Mrd. Waren 1997 ca. 6 Mio. Computer im Internet, schätzen Experten sind heut 6.6 Mrd. Dinge miteinander vernetzt. Im Konzept der Industrie 4.0 sind in intelligenten Produktionssystemen alle Stufen einer Wertschöpfungskette unternehmensübergreifend von der Zulieferung bis zu Logistik zum Kunden miteinander verbunden. Mit diesem Technologieschritt gehen erhebliche Risiken bei der Nutzung von Daten einher.

Bei Industrie 4.0 versteht sich Bosch als Innovationstreiber sowohl als Leitanbieter als auch als Leitanwender. Bosch kann die Anlagenhersteller-Sicht ebenso vertreten, wie die Produkthersteller sich. Als Hersteller von Anlagen und Produktionsmittel werden Daten bei der dezentralen Intelligenz, Maschinenmodellen und direkt in der Software generiert und verarbeitet. Bei der Produktherstellung und damit Verwendung der Anlagen werden die Daten in Geschäftsprozessen, in Produktionsmodellen und deren Vernetzung prozessiert. In den 265 Bosch-Werken weltweit sind Pilotprojekte zu Industrie 4.0 seit 2015 gestartet.

Über die Ansätze zum Datenschutz, im Rahmen von Industrie 4.0 Ansätzen bei Bosch, hat am 27. Mail 2017 Frau Dr. Maria Cristina Caldarola am Master Programm for Intellectual Property Law and Management (MIPLM) am Centre for International Intellectual Property Studies (CEIPI) an der Universität Strasbourg im Rahmen der Dinner Speech einen umfassenden Überblick gegeben. Frau Dr. Caldarola ist IP/IT In-house Lawyer bei Bosch. In der Diskussion konnten konkrete Empfehlungen für das praktische Vorgehen herausgearbeitet werden, ebenso wie noch offene Fragestellungen für die Forschung.

 

Zusammenfassung: „Data protection challenges at Bosch for Industry 4.0“

 

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