Fellowship Programm zum Schutz digitaler Markenpersönlichkeiten mit Rat für Formgebung und Phoenix Design

Starke Marken verändern unser Verhalten und sichern Unternehmen ertragreiche Positionen im internationalen Wettbewerb. Unternehmen investieren in die Kommunikation ihrer Marke, um bei den Zielgruppen Relevanz und Glaubwürdigkeit zu erzeugen und Differenzierung zum Wettbewerb zu schaffen. Das Verständnis von Marken ist heute kein fixes Markenbild mit starren Botschaften mehr, sondern ein flexibles, im Kern konstantes Interaktionsmuster, das überwiegend über digitale Kanäle mit den Kunden wechselwirkt. Dabei ist es das multisensorische Erlebnis, welches sich dauerhaft ins Gedächtnis einprägt und sich somit als starke Marke manifestiert.

Für die Unternehmen gilt, diese Marken-Momente entlang der Customer Journey zu generieren, zu prägen und gegen den Wettbewerb zu exklusivieren, um an dieser sensiblen Stelle Nachahmung zu unterdrücken. Markenmehrwert wird auch in digitalen Erlebniswelten durch Design geschaffen und muss in dieser besonders leicht kopierbaren Form umso mehr durchsetzungsfähig und nachhaltig geschützt werden.

Ziel des Fellowship Programms ist es, das Thema: „Nachahmungsunterdrückung durch IP, für designbasierte Mehrwerte in Markenerlebnissen bei digitalen Produkten und Dienstleistungen“ zu bearbeiten.

In seinem Grußwort zum Fellowship Programm betont Andreas Diefenbach, Member of the Board beim Programmpartner Phoenix Design: „Deutschland als Industriestandort hat wie kein anderer viele starke Marken erfunden und geprägt. Der Wesenskern jeder Marke impliziert “Das warme Leuchten der Vertrautheit”. Die Macht dieses impliziten Gedächtnisses ist ein wesentlicher Treiber und Einflussfaktor für Markenbildung und Markenprägung. Im digitalen Zeitalter werden einige vermeintlich manifestierte Regeln der Markenführung gebrochen oder auf den Kopf gestellt. Neue Faktoren wie Teilhabe oder Anpassungsfähigkeit prägen bestehende oder schaffen neue Marken. Die IP wird in diesem Zusammenhang eine enorme Rolle bei der Sicherung der Wertschöpfung spielen, denn die bedeutungsvollen Momente mit einer Marke, sind das was in der vernetzten Gesellschaft weiterhin Vertrauen, Orientierung und Differenzierung schaffen werden.“

 

Phoenix Design ist eines der renommierteste Design Häuser Europas. Seit der Gründung im Jahre 1987 wurde weit über 700 internationale Designpreise gewonnen. Phoenix gestaltet Design als Interaktion: zwischen Produkt und Nutzer, zwischen Marke und Konsument, zwischen Designern und Auftraggebern. Zu den Kunden gehören typische Design-Marken wie Axor, Audi, BenQ, Berendsohn, Bionic Motion, Duravit, Fraunhofer Institut, Gira, Gigaset, Falk–United Navigation, Hansgrohe, Hewi, Hirschmann, Huawei, Hüppe, Internorm, Interstuhl, Kaldewei, KaVo, Lamy, Laufen, LG, Loewe, Mercedes Benz, Metrax, Puma, Reiner SCT, Selux, Siteco, Trumpf, Tvilum, Viessmann, Vorwerk, Zeiss.

Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rats für Formgebung vertritt den zweiten Programmpartner bei dieser Fellowship-Initiative: „Seit einiger Zeit gilt das Design Thinking als Strategie Innovationen erfolgreich im Markt zu etablieren als Königsweg. Design Thinking bedeutet mit radikaler Kundenorientierung dessen Bedürfnisse optimal zu adressieren. Doch der Ansatz greift dann zu kurz, wenn der Absender des Angebots – gleich ob Produkt oder Service – nicht mit einem eindeutig identifizierbaren und im Markt differenzierenden Markendesign auftrumpft. Das gilt umso mehr in digitalen Erlebniswelten. Ein digitaler Service mag über eine perfekte Userführung verfügen und sein Angebot für den Nutzer schnell offenbaren. Wenn sich der Absender allerdings nahezu neutral oder austauchbar verhält, wird das Potenzial Kunden emotional zu begeistern schlicht verschenkt. Gleichzeitig fehlt die Voraussetzung, IP Rechte zu erlangen und zu verteidigen. So ist es höchste Zeit Brand Design Thinking als wertschöpfende Strategie in digitalen Erlebniswelten zu vermitteln und zu etablieren.“

Der Rat für Formgebung wurde 1953 als Stiftung aus einem Beschluss des Deutschen Bundestags mit dem ausdrücklichen Auftrag gegründet, die deutsche Wirtschaft im Design als ein Wirtschafts- und Kulturfaktor zu unterstützen. Der Rat für Formgebung bildet eine Plattform für die Kommunikation aller am Designprozess beteiligten Kräfte. Zur Rat für Formgebung gehören über 300 Stiftungsmitglieder wie ABUS, B. Braun, Blanc & Fischer, Bosch, Viessmann, Caparol, Festo, Hansgrohe, Miele, Recaro, Wilo und Vorwerk. Durch den Rat für Formgebung werden verschiedene Preise vergeben, wie der German Innovation Award, German Design Award und der German Brand Award.

Fellows erhalten die Möglichkeit, sich innerhalb des Dieselkuratoriums in Deutschland den Exzellenzgruppen des Graduiertenkollegs anzuschließen und werden durch den Rat für Formgebung und Phoenix Design während ihrer Promotion durch das Netzwerk und fachliche Begleitung unterstützt. Die Kooperation und Interaktion mit verschiedenen Industriepartnern und Doktoranden im Rahmen des Programms liefert ihnen Möglichkeiten, an komplexeren Themen zu arbeiten und tiefere Einblicke in die Zielbereiche zu gewinnen.

Hier finden Bewerber mehr Informationen zum Programm und zur Bewerbung.

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