Glossar

Die wichtigsten Begriffe aus dem strategischen IP-Management für ein besseres Verständnis der Wirkung von IP in Geschäftsmodellen

Geschäftsmodell Abstrakte Erklärung der Funktionsweise eines Unternehmens, also wie dieses Mehrwerte für seine Kunden erzeugt und auf dieser Basis Gewinne erwirtschaftet
IP-Design Strukturiertes Vorgehen zur Deckung des IP-Bedarfs. Dabei werden die benötigten Schutzrechte so gestaltet, dass die in der Ziel-Matrix vorgegebenen Ziele bestmöglich erreicht werden können
IP-Informationsmanagement Die Organisation der Aufgaben und Prozesse zur Erfassung, Strukturierung, Analyse und Kommunikation aller Informationen, die zur Erarbeitung der strategischen IP-Ziele benötigt werden, sowie der Planung und des Einsatzes der dazu notwendigen Instrumente.
IP-Management Die Organisation der Aufgaben und Prozesse zur Gestaltung, Nutzung und zum Umgang mit IP in allen Funktionsbereichen des Unternehmens, d.h. innerhalb und außerhalb der IP-Abteilung
IP-Managementprozesse Umfassen die IP-Kernprozesse (Inanspruchnahme, Filing, Anmeldestrategien, Verletzungsverfolgung etc.), die IP-Supportprozesse (Recherchen, Wettbewerbs- und Patentüberwachung, FTO, etc.) und die IP-Strategieprozesse (Bedarfsidentifikation, Bedarfsdeckung – IP-Design)
IP-Strategiemanagement Ist Teil des IP-Managements und beschreibt die Organisation der Aufgaben und Prozesse zur Ermittlung des IP-Bedarfs sowie des IP-Designs durch die Maßnahmen der Risikovermeidung, Imitationsunterdrückung, Ausbau der Marktposition und zur Kommunikation der Alleinstellung. Die Summe der Maßnahmen wird dokumentiert im Bericht zur 360° IP-Strategie.
Kundenutzen Von Kunden im Rahmen der Produktauswahl wahrgenommene und die Kaufentscheidung / Preisbereitschaft tatsächlich beeinflussende Nutzenaspekte einer Leistung
Marktwettbewerber Unternehmen, die über Produkte im Markt verfügen, die gleiche / äquivalente Kundenbedürfnisse befriedigen, oder die gleichen Kundenprobleme lösen
Strategisches Verbieten Dient der Sicherung des eigenen Marktzugangs und der Schaffung einer möglichst exklusiven Marktposition. IP wirkt in solchen Fällen als Markteintrittsbarriere und schafft durch die Verbotswirkung eine exklusive Marktposition. Die Wirkung des strategischen Verbietens gilt es auf den Wettbewerb zu fokussieren
Strukturwettbewerber Unternehmen, die grundsätzlich die technische Kompetenz hätten, die in dem betrachteten Produkt verwendeten Systemkomponenten ebenfalls zu realisieren. Dazu müssen sie im Moment über kein entsprechendes Marktangebot verfügen, aber aufgrund ihrer technischen Expertise in der Lage sein, basierend auf den gegebenen Systemkomponenten eigene Produkte zu entwickeln und in den Markt einzutreten
Umbrella-IP Frühzeitig im Innovationsprozess erstellte IP-Rechte, die dafür sorgen sollen, dass der Weg für geplante Entwicklungen frei bleibt und nicht durch Rechte Dritter versperrt werden kann
Unique Communication Proposition (UCP) Von Kunden als einzigartig wahrgenommene Kommunikation. Wird in der Regel dadurch hergestellt, dass sowohl die Kundennutzenaspekte, die im Wesentlichen die Argumentation gegenüber dem Kunden beeinflussen, als auch die entsprechende Präsentation exklusiviert wird
Unique Selling Proposition (USP) Verteidigungsfähiges Leistungsmerkmal bzw. Kundenvorteil eines Produkts, durch das sich ein Angebot vom Wettbewerb differenziert und das auch beim Kunden auf eine entsprechende Zahlungsbereitschaft trifft