Nationale IP-Strategie für Österreich zur Verbesserung der Kompetenz im IP-Management

Österreich hat seine nationale IP Strategie vorgestellt. Damit bekennt sich neben Ländern wie Singapur, Südkorea, Japan, China und die USA auch die Alpenrepublik zur Herausforderung geistiges Eigentum nicht nur zu schaffen und zu sichern, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Ausgangspunkt dieser Strategien ist regelmäßig die Feststellung eines Mangels an IP-Managementkompetenzen in den Ländern. Dieser Punkt ist der Kern bei der Transformation zur Wissensökonomie und wird ausdrücklich im österreichischen Strategiepapier hervorgehoben.

Selbstkritisch unterscheidet die offizielle Verlautbarung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft vom Februar 2017 zur Veröffentlichung der nationalen IP-Strategie Österreichs zwischen dem Ranking Österreichs laut Global Innovation Index der World Intellectual Property Organisation (WIPO) und dem Stand der professionellen wirtschaftlichen Nutzung von IP. Diese Orientierung an der wirtschaftlichen Nutzung von IP zeigt sich an der Einlassung von Vizekanzler und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Dr. Mitterlehner, sowie dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Leichtfried, dass „in einer globalisierten Gesellschaft geistiges Eigentum die ‚Leitwährung‘ der Wirtschaft und der Forschung“ sei.

 

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hatte in seiner Empfehlung an die österreichische Bundesregierung vom Juni 2013 festgestellt, dass „in Österreich die Diskussion über geistiges Eigentum und seine wirtschaftliche Verwertbarkeit allerdings verspätet und unzureichend entwickelt ist”. Es ist daher nur folgerichtig, dass in der nationalen IP-Strategie Österreichs ausdrücklich auf die Nutzung von geistigem Eigentum hingewiesen wird und IP nicht als Selbstzweck begriffen werden darf. Die nationale IP-Strategie fokussiert fünft Handlungsfelder:

  • Rechtliche Rahmenbedingungen,
  • institutionelle Rahmenbedingungen,
  • Fertigkeiten und Qualifizierungsbedarf,
  • direkte Unterstützung für Innovatoren und
  • Schnittstellen zu anderen strategischen, politischen Themen.

Die internationale Expertengruppe zur Reflexion der nationalen IP-Strategie Österreich bestand aus:

Dr. Nava Swersky-Sofer (Israel),

Member Board of Directors, IMI Israel Military Industries. Innovation & commercialization expert.

 

Dr. Sara Matt-Leubner (Österreich),

Leiterin der Transferstelle Wissenschaft-Wirtschaft-Gesellschaft, Universität Innsbruck

 

Prof. Dr. Martin Bader (Schweiz), Professor für Technologiemanagement und Entrepreneurship, TH Ingolstadt

 

Dr. Bertram Huber (Deutschland),

Principal, A bei IP*SEVA Intellectual property Services for Sustainable Energy Ventures

 

Prof. Guido Kucsko (Österreich),

Partner Schönherr Attorneys at Law, Wien

 

Prof. Dr. Heinz Mueller (Schweiz),

Professor of Medical Biochemistry and Patent Expert at the Swiss Federal Institute of Intellectual Property

 

Prof. Dr. Joseph Straus (Deutschland),

Emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München sowie Leiter des Munich Intellectual Property Law Center. Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Universität Lubljana, George Washington University, Washington.

 

Prof. Dr. Alexander Wurzer (Deutschland)

Professor für IP-Management am Center for International Intellectual Property Studies der Universität Strasbourg, Leiter des Institut für IP-Management an der Steinbeis-Hochschule in Berlin sowie geschäftsführender Gesellschafter von Wurzer & Kollegen in München.

 

Hier können Sie kostenlos die Nationale IP-Strategie Österreichs herunterladen

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