Steuerungs- und Schaltanlagenbau 4.0: Rittal sichert sich mit IP eine zentrale Position in der vernetzten Industrie der Zukunft

Durch konsequente Digitalisierung erreicht Rittal viele Ziele, die bisher kaum möglich erschienen. Die Beschleunigung von Prozessen im Steuerungs- und Schaltanlagenbau, die Erhöhung von Gewinnspannen, die Senkung von Personalkosten und die Verringerung von Lieferzeit wird durch die Digitalisierung bei Rittal möglich. Das Unternehmen begegnet dem enormen Kostendruck in der Branche durch die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette und sichert sich diese Position durch IP.

Entlang des modernen Schaltanlagen- und Steuerungsbau ist die Wertschöpfungskette der Friedhelm Loh Group, zu der Rittal gehört, mit der dort stattfindenden digitalen Transformation ein Showcase für SmartFactory als Umsetzung des Grundgedankens von Industrie 4.0.

Rittal. "Virtual twin" data model

Die durchgängige Digitalisierung und Virtualisierung ermöglicht den stetigen Ausbau und die Verbesserung der Automatisierung sowie die Erhöhung der Flexibilität bei Losgröße 1. Darin liegen große Effizienzsteigerungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette, insbesondere in der Montage der Schalt- und Steuerungsanlagen. Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette ist IP-seitig eine enorme Herausforderung. Es gilt einerseits die Ausübungsfreiheit für ein digitales Geschäftsmodell trotz erheblich höherer Innovations- und Patentdynamik zu sichern und andererseits die zentralen Stellen zu identifizieren, um die konkrete Implementierung der Wertschöpfungskette für Rittal zu exklusivieren. Darauf aufbauend müssen die Implementierungsfaktoren gesichert werden, die für Rittal das Angebot von branchenweiten USPs ermöglicht. Mittels der IP-Design Methodik wurden die Digitalisierung der Wertschöpfungskette analysiert, die neuralgischen Punkte identifiziert und so eine Exklusivitätsposition für das Zukunftsfeld Industrie 4.0 für Rittal gesichert.

Die Fallstudie aus dem Masterprogramm für Intellectual Property Law and Management (MIPLM) des CEIPI an der Universität Strasbourg beschreibt den Schutz der digitalen Wertschöpfungskette für die Zukunft im Steuerungs- und Schaltanlagenbau. Die methodische Verankerung von IP-Design in der Prozesslandschaft von Rittal erreicht, dass die technische Kreativität der Mitarbeiter zielgerichtet und systematisch für die Gestaltung von benötigten Verbietungsrechten eingesetzt werden kann.

Die Autoren der Fallstudie:

Dr. Thomas Steffen

1983 – 1989 Studies in Mechanical Engineering
RWTH Aachen University
1990 – 1996 Research Associate, Laboratory for Machine Tools and Production Engineering
RWTH Aachen University
1989 – 1994 Studies in Business Administration at the
Fernuniversität in Hagen (German Open University)
1996 – 2001 Head of Quality Management
Flender GmbH
2001 – 2003 Vice President Quality Management
Rittal GmbH & Co. KG
2004 – 2007 Senior Vice President, International Quality Management
Rittal GmbH & Co. KG
Since April 2007 President International R&D and Quality
Rittal GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Alexander J. Wurzer

Dr. Wurzer is Adjunct Professor for IP Management at the Center for International Intellectual Property Studies (Centre d’Etudes Internationales de la Propriété Industrielle, CEIPI) at the University of Strasbourg, where he has been Director of Studies for the Master’s degree in Intellectual Property Law and Management (MIPLM) since 2007. Prof. Dr. Wurzer is Director of the Steinbeis Transfer Institute for Intellectual Property Management at Steinbeis University Berlin. He is Managing Partner at WURZER & KOLLEGEN GmbH, a consulting firm specializing in strategic IP management.

Prof. Dr. Wurzer is Chairman of DIN committees DIN 77006 for quality in IP management and DIN 77100 for patent valuation. He is a member of the Board of Directors of “Deutsches Institut für Erfindungswesen e.V.” (DIE), Spokesman of the Board of Trustees awarding the Diesel Medal and Fellow at the Alta Scuola Politecnica at Milan/Turin Polytechnic. He is also a jury member for the 2018 German Innovation Award of the German Design Council and a member of the group of experts of the European Commission.

MIPLM Case Study Rittal

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