Bosch baut neues KI-Zentrum und engagiert sich im IP-Design für Digitalpatente

Wie sehr eigene KI-Kompetenzen inzwischen als Überlebensfrage angesehen werden, zeigt das 100 Mio. Investment von Bosch für einen eigenen KI-Campus in Tübingen. Das Internet der Dinge verändert die Welt mit dramatischer Geschwindigkeit. Bosch strebt eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung autonom fahrender Autos und der Vernetzung von smarten Gegenständen an. Als einer der weltweit führenden Automobilzulieferer befindet ich Bosch gerade in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Bosch hat mehr als 270 IoT-Projekte aus den Bereichen Mobilität, Smart Home, Smart Cities und Landwirtschaft über die eigene IoT-Cloud realisiert. Die Zahl der Sensoren und Geräte, die über die Bosch IoT Suite vernetzt sind, ist seit 2018 um 40% auf 8,5 Millionen gestiegen. Bosch geht bei seiner KI-Strategie sehr konsequent vor und hat 2018 neben BMW und Microsoft auch bei dem britischen KI-Chipexperten Graphcore mit zehn Prozent beteiligt. Seit 2017 besitzt Bosch bereits ein eigenes KI-Zentrum mit sieben Standorten und über 1000 KI-Experten. Weitere 3000 sollen in Kürze dazu kommen. Es ist nur konsequent, dass Bosch den „Young Researcher Award“ für KI-Forschung vergibt, der mit 50.000 Euro dotiert ist.

Der technologische Umbruch im Automotive-Sektor ist allenthalben zu beobachten. Dazu passt, dass die Automobilbranche nach wie vor die meisten Patente hierzulande anmeldet. Unter den Top10 der Patentanmelder sind zwei Automobilzulieferer: Bosch und Schäffler. Der Rest sind Autohersteller. Nur ein Nicht-Automobilunternehmen ist unter den stärksten Anmelder auf Platz 10: Siemens. Seit Jahren ist Bosch unter den aktivsten deutschen Patentanmeldern, dabei werden Anmeldungen auf Softwaretechnologien und künstliche Intelligenz immer wichtiger. Von 2013 bis 2016 wurden weltweit so viele Patente auf KI-Technologien angemeldet wir in den gesamten 50 Jahren zuvor. Unter den weltweiten Top 20 Patentanmeldern für Entwicklungen und Anwendungen von künstlicher Intelligenz sind Siemens (Platz 11) und Bosch (Platz 19) (WIPO Technology Trends Artificial Intelligence 2019). Bosch engagiert sich auch für die Nutzung von IP-Design zur Gestaltung und Schutz von digitalen Geschäftsmodellen im Rahmen einer Promotion am CEIPI sowie zum Thema Datenschutz und Industrie 4.0 im MIPLM.

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