IP-Design in der digitalen Transformation beim Thermomix: Vom Küchenmixer zum Eco-System

Im Jahr 2014 fand die Revolution in den Küchen statt: Vorwerk brachte einen komplett modernisierten Thermomix auf den Markt, mit einem Chip, der digitale Rezepte samt den erforderlichen Zubereitungsschritten, die das Gerät direkt übernimmt, auf einem Touch-Display darstellt. „Guided cooking“ hieß, dass der Benutzer nur noch der Arbeitsanleitung folgen musste und die dargestellten Zutaten bereitstellen musste. Ein Jahr später kam dann der Schritt in das IoT-Zeitalter für eine Küchenmaschine. Jetzt konnte der Thermomix ins Internet gehen und Zusatzdienste ausführen – für nicht wenige Nutzer sind diese internetbasierten Internetdienste der eigentliche Nutzen und die Maschine vor Ort hilft nur noch beim Zubereiten der Gerichte.

Vorwerk-Kunden können auf eine umfassende und qualitätsgesicherte Rezeptdatenbank zugreifen und die Rezepte direkt auf das Gerät herunterladen und dort ausführen; der Vergleich zur ITunes-IPod Idee ist nicht zufällig. Auch und vor allem der Austausch mit anderen Thermomix-Nutzern ist über die Plattform möglich, um beispielsweise neue Funktionen, Kochtechniken und andere Erfahrungen auszutauschen. Über eine App können sich Nutzer darüber hinaus Gerichte vorschlagen lassen und erhalten unmittelbar eine Zutatenliste und können sich diese über vor Ort verfügbare Lieferdienste direkt nach Hause schicken lassen. Aus den Daten der Vorwerk-Kunden, die sich auf einer weltweiten Cloud-basierten E-Commerce-Plattform registriert haben, kann das Unternehmen Kundenprofile erstellen und diese nutzen, um seine Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern.

Vorwerk hat etwas geschafft, wovon viele andere Eco-Systemspieler noch träumen – wirklichen Endkundenkontakt und echte, tägliche Interaktion die zu extrem hoher Markenloyalität führt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Vorwerk weiter massiv in die Infrastruktur digitaler Geschäftsmodelle investiert. Auch wenn der digitale Thermomix, der jetzt TM6 heißt, mit inzwischen über 5 Millionen verkauften Exemplaren der Hauptumsatzbringer bleibt. Dabei werden die Produktzyklen immer kürzer. Kam früher alle fünf Jahre ein neues Vorwerk-Produkt auf den Markt, so waren es allein in den letzten Monaten schon fünf Neuheiten. Auch so will Vorwerk Innovationführer bleiben und das Preispremium im Vergleich zu ähnlichen Angeboten rechtfertigen. Der Vorwerk-Chef Reiner Strecker sagt selbst im Handelsblatt „die Digitalisierung stellt Vorwerk vom Kopf auf die Füße“.

Begleitet wird die digitale Transformation von IP-Design und von der IP-Abteilung bis zu den Digitalexperten, F&E- und Marketingmitarbeitern sowie dem Produktmanagement. Der Praxisbericht zum IP-Design bei Vorwerk zeigt den aktuellen Stand der Methodenanwendung und der Erfahrungen aus den letzten Jahren.

Hier können Sie die Fallstudien zum IP-Design beim Thermomix herunterladen:

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