China und USA in der digitalen Patentoffensive – welche Geschäftsmodelle sind für den Mittelstand noch zugänglich?

Die Landesbank Baden-Württemberg lädt am 16 Sept. um 18.00 Uhr in die Mercedes-Benz Niederlassung München zu einer Podiumsdiskussion ein. Herr Martin Lehner, CEO von Wacker Neuson, Herr Dr.-Ing. Martin Gall, CTO von Dräxlmaier und Herr Dr. Christian Bruch, CEO der Linde Engineering diskutieren mit Prof. Dr. Alexander Wurzer die aktuellen Entwicklungen in der digitalen Transformation und den Patentaktivitäten in China und den USA.

Man kann sich die innovativen, mittelständischen Weltmarktführer in Deutschland gleichsam eingespannt in einen Schaubstock vorstellen, dessen Wettbewerbskräfte durch die USA „von oben“ und durch China „von unten“ wirken. Die Wirkkraft wird nicht nur durch reale wirtschaftliche Handlungen herbeigeführt, sondern vor allem auch, durch die faktische Verteilung / Umverteilung von Wettbewerbspositionen mittels Patentaktivitäten speziell in Digitaltechnologien und digitalen Geschäftsmodellen erreicht. Die Wirkkraft „von oben“ ist die strategische Besetzung von Zukunftsfeldern durch amerikanische Unternehmen. Wobei diese Unternehmen häufig weitgehend ohne realwirtschaftlich/industrielle Basis agieren, jedoch sehr stark in der Besetzung von immateriellen Vermögenswerten und digitalen Lösungen und Plattformen sind. Gleichzeitig gibt es aus Asien/China eine Wirkkraft die „von unten“, also aus den technologisch-industriellen Aufholerländern, insbesondere China und Korea kommt und die vor allem auch eine realwirtschaftliche Komponente bei den physischen Technologien hat.

Die Frage ist: Wo steht Deutschland zwischen diesen Fronten? Die Frage wird am Montag den 16.09.2019 auf Einladung von Dr. Peter Hegen, Leiter des Bereichs Unternehmenskunden und Key Accounts Bayern, sowie Alexander Wolfensperger, Leiter der Niederlassung Unternehmenskunden München, in der Arnulfstraße 61 diskutiert.

Hier finden Sie die Einladung

Die Diskutanten:

Dr. Christian Bruch

Dr. Christian Bruch ist Executive Vice President Linde plc und CEO Linde Engineering.

Zwischen 2015 und 2018 war Dr. Bruch Mitglied des Vorstands der Linde AG und verantwortlich für die Engineering Division sowie für die Corporate & Support Funktion Technologie & Innovation, Digitalisierung.

2013 wurde er in die Geschäftsleitung der Engineering Division berufen.

Dr. Bruch wechselte 2009 von der Linde Gases Division zum Geschäftsbereich Engineering, nachdem er zum Leiter der Produktlinie Luftzerlegungsanlagen ernannt wurde.

Dr. Bruch kam 2004 zur Linde Group und war im Jahr 2005 in der Gases Division als Business Development Manager im Bereich Airgases tätig. 2006 wurde er Leiter des Tonnage Business Development für Luftzerlegungsprojekte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. 2000 wechselte Dr. Bruch zum Energieversorgungsunternehmen RWE. Zuletzt war Dr. Bruch als Leiter der Forschung und Projektentwicklung bei RWE Fuel Cells GmbH für das Unternehmen beschäftigt.

Dr. Christian Bruch hat an der Universität Hannover Maschinenbau studiert. Er promovierte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und arbeitete dort ab 1997 als Projekt-Ingenieur in der Forschung.

 

Dr.-Ing. Martin Gall

Dr. Gall startete seine berufliche Karriere bei der Siemens AG (später: Infineon AG) in unterschiedlichen Funktionen im Rahmen eines Joint-Development-Programms für Speichersysteme in den USA, bevor er 2000 als Senior Director die Gesamtprojektleitung für Infineons 90-nm-Technologieplattform übernahm.

2004 erfolgte der Wechsel zur DRÄXLMAIER Group als Managing Director des Bereiches Electronic and Test. 2007 übernahm er die Funktion des CEO und Präsidenten der amerikanischen Tochtergesellschaft.

2009 wurde Dr. Gall Managing Director von Qestronic, dem e-Mobility-Haus der DRÄXLMAIER Group. Seit 2014 ist er CTO und Vorstandsmitglied der Gruppe und verantwortet als Leiter der weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mehr als 4.700 Mitarbeiter an 54 Standorten weltweit.

Dr. Gall studierte Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU München mit anschließender Promotion.

 

Martin Lehner

Martin Lehner ist seit 2017 als Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson Group verantwortlich für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualität, Einkauf, Strategie/M&A, Personal, Recht, Compliance, Investor Relations, Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit.

Er hatte verschiedene geschäftsführende Funktionen inne, bevor er 2004 in den Vorstand der Neuson Kramer Baumaschinen AG und nach der Fusion 2007 mit der Wacker Construction Equipment AG zum Vorstand der Wacker Neuson SE berufen wurde.

Er ist seit 2011 Mitglied der »High-Level Technical Policy Advisory Group« des europäischen Baumaschinenverbands CECE in Brüssel und seit 2018 Vorstandsmitglied im VDMA Fachverband Baumaschinen und Bauanlagen sowie in der Arbeitsgemeinschaft »Machines in Construction 4.0«.

Martin Lehner hat eine Maschinenbauausbildung und befasst sich unter anderem mit den Themen Industrie 4.0, der Digitalisierung in der Bauindustrie und pflegt intensive Kontakte in die deutsche und österreichische Start-up-Szene. Er ist seit 2018 Vorsitzender des Investorenbeirats des Speedinvest Industry Venture Capital Fonds und Mitglied des Dieselkuratoriums.

 

Prof. Dr. Alexander Wurzer

Prof. Dr. Alexander J. Wurzer ist geschäftsführender Gesellschafter der WURZER & KOLLEGEN GmbH, ein Beratungsunternehmen für strategisches IP-Management.

Er ist Leiter des Steinbeis-Transfer-Instituts für Intellectual Property Management der Steinbeis-Akademie GmbH sowie Adjunct Professor am Centre d’Études Internationales de la Propriété Intellectuelle (CEIPI) der Universität Strasbourg und leitet dort seit 2007 den Master-Studiengang für Intellectual Property Law and Management (MIPLM).

Prof. Dr. Wurzer berät Industrieunternehmen bei der IP-Strategieentwicklung und deren Umsetzung im betrieblichen IP-Management und ist international anerkannter Gutachter für IP-Bewertung, insbesondere bei FRAND-Themen und Lizenztransaktionen.

Weiterhin ist Prof. Dr. Wurzer der Obmann des DIN-Ausschusses DIN 77006 für die Qualität im IP-Management und DIN 77100 für Patentbewertung. Er ist Vorstand des Deutschen Instituts für Erfindungswesen e. V. (D.I.E) und Sprecher des Dieselkuratoriums zur Verleihung der Dieselmedaille. Er ist seit 2018 Jurymitglied für den German Innovation Award des Rats für Formgebung.

Er studierte Physik, Mikro- und Molekularbiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und promovierte zum Dr. rer. nat. an der Fakultät Physik. Seit Mitte der 90er-Jahre ist er selbstständig im IP-Management für internationale Institutionen und Unternehmen tätig.

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